Frohe Ostern!

Liebe Freunde,

wir möchten Euch allen von ganzem Herzen frohe Ostern wünschen und Euch bei dieser Gelegenheit ein Update über unser Projekt geben. 

Trotz der aktuellen Corona-Pandemie, halten wir an unserem Vorhaben fest und haben bis jetzt unsere Ausreise noch nicht verschoben. Falls die Grenzen bis dann wieder offen sind, planen wir am 10. Juni von Zürich über Madrid nach Bogota zu fliegen um in Kolumbien Claudia’s Familie zu besuchen. Im Juli wollen wir dann von dort aus nach Peru weiterreisen um Anfang August mit der Arbeit bei Diospi Suyana zu beginnen.

Die Arbeitsstelle auf der Chirurgie in Liestal ist auf Ende Mai gekündigt und wie es im Moment aussieht, wäre auch keine Verlängerung möglich, da die Stelle bereits neu besetzt ist. Unsere Wohnung in Münchenstein haben wir bereits Ende Januar aufgegeben und wohnen seither vorübergehend bei Lukas‘ Vater in Diegten, welcher in seinem Haus viel Platz für uns hat. Wir konnten uns hier bereits gut einrichten und das Zusammenleben läuft gut. Samuel und Nathan geniessen den Garten und die letzten zwei Nächte durfte Sämi dort sogar mit seinem Papa im Zelt schlafen («Quarantäne-Camping» siehe Foto).

Bei der Arbeit gibt es momentan nicht viel zu tun, da alle nicht dringend notwendigen Operationen und Sprechstunden abgesagt sind. Daher arbeite ich momentan auf der Notfallstation des Corona-Referenzspitals Bruderholz, wo nur COVID-Patienten oder Verdachtsfälle behandelt werden. Die Lage dort ist gut kompensiert, die Anzahl Patienten hat bereits wieder abgenommen und es ist vorallem die Intensivstation, welche weiterhin viel zu tun hat.

Wir hoffen und beten für die Lage in Peru und Kolumbien. Wir wissen, wie schnell das Gesundheitssystem in diesen Ländern an seine Grenzen kommt und auch wie sehr die in Armut lebende Bevölkerung bereits unter der Ausgangssperre leidet. Die meisten Leute arbeiten im informellen Sektor und haben kein festes Einkommen. Die Quarantäne wird sehr strikt durchgesetzt, mit viel Polizei- und Militärpräsenz in den Strassen. Um so länger diese also dauert um so mehr Menschen werden ans Existenzminimum gedrückt, was wiederum zu sozialen Unruhen führen könnte. Im Spital von Diospi Suyana gibt es bisher noch keine COVID-Patienten, die Vorbereitungen laufen jedoch auf Hochtouren (hier die aktuellen News). Wir denken, dass die Not im Land durch diese Corona-Krise kurz- und mittelfristig sicher zunehmen wird. Dies motiviert uns um so mehr für unseren Einsatz dort.

Was uns natürlich auch sehr motiviert, sind die vielen Unterstützer in der Heimat, die an unser Projekt glauben und dies finanziell erst überhaupt möglich machen. Die bisher eingegangenen Spendenzusagen decken bereits etwa 40% des benötigten Monatsbudgets. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Sponsoren bedanken. Unser Einsatz in Peru wird komplett über Spenden finanziert und wir sind für das Fundraising selbst verantwortlich. Die Spenden laufen über die SMG in Winterthur, dies ermöglicht uns Einzahlungen in die Altersvorsorge und den Spendern ermöglicht es den Steuerabzug. Um ausreisen zu können, benötigen wir Spendenzusagen von mind. 80% des Budgets. Wer uns unterstützen will bitte hier klicken.

Wir hoffen, dass wir so viele wie möglich vor unserer Ausreise noch persönlich treffen können. Den geplanten Info-Event müssen wir wohl leider absagen und auch für ein Abschiedsfest sieht es momentan schlecht aus. Gerne werden wir Euch über weitere Newsletter sowie unsere website auf dem Laufenden halten. 

Seid herzlich gegrüsst und bleibt gesund

Eure Steffens

Jetzt wird’s ernst!

Unsere Wohnung haben wir bereits Ende Januar verlassen, viele Möbel haben wir verkauft und wohnen jetzt bis zur Ausreise noch bei meinem Vater. Meine Kündigung habe ich jetzt auch schriftlich beim Chef abgegeben. Jetzt gilt’s ernst! Ab Ende Mai werden wir kein festes Einkommen mehr haben. Wir hoffen, dass wir genügend Unterstützer finden um nur von Spenden leben zu können. Die Flüge sind gebucht. Am 10. Juni geht’s los. Uns erwarten viele Unsicherheiten. Aber was bedeutet schon Sicherheit? Als Schweizer hat man enorm viel Sicherheit. Oder ist das nur ein Gefühl? Man könnte sagen unser Vorhaben ist verrückt. Manche denken das vielleicht auch. Alles aufgeben was wir in der schönen und sicheren Schweiz haben dürfen. Und dann noch mit zwei kleinen Kindern. Wozu das Ganze? Um wildfremden Menschen in einem weit entfernten Teil der Erde zu helfen? Was motiviert uns dazu? Wir glauben, dass Gott alle Menschen liebt. Trotz unseren Fehlern, trotz all unseren Schwächen. Wir glauben auch, dass Gottes Herz zerbricht an dem Leid in dieser Welt. Und wir glauben, dass Gott uns persönlich dazu berufen hat, etwas gegen diese Not zu tun und den Menschen in dieser Bergregion in Peru zu helfen.

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