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Liebe Freunde,
Abraham wurde von Gott aus seinem vertrauten Umfeld herausgerufen und in ein Land geschickt, das er nicht kannte. Er folgte dem Ruf, ohne zu wissen, wohin der Weg ihn genau führen würde (Hebräer 11,8). Er ging los, im Vertrauen darauf, dass Gott einen Plan hat. Vor sechs Jahren haben auch wir unsere Heimat verlassen und sind dem Ruf Gottes nach Peru gefolgt. Heute ist Curahuasi unser zweites Zuhause geworden. Und nun stehen wir wieder vor einem Aufbruch, diesmal in die andere Richtung: Am 16. Juli fliegen wir für ein Jahr zurück in die Schweiz. Es ist kein Abschied, sondern ein vorübergehender Wechsel. Und doch spüren wir, wie viel Vertrautes wir hier zurücklassen werden.
Im Leben gibt es immer wieder solche Übergangsphasen, in denen das Vertraute zurückbleibt und Neues beginnt. Das ist nicht immer einfach, denn der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier. Aber Aufbrüche sind auch Chancen: Sie schärfen den Blick für das Wesentliche, lehren uns Vertrauen in Gottes Führung und erinnern uns daran, dass wir auf dieser Welt letztlich immer nur Pilger sind. Sie sind oft der Ort, an dem wir Gottes Treue auf neue Weise erleben dürfen. So gehen wir mit grosser Vorfreude und Vertrauen und sind gespannt darauf, was Gott in diesem Jahr mit uns und durch uns tun möchte. |
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Ein Jahr Heimataufenthalt
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Bild: Diegten im wunderschönen Oberbaselbiet! |
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Wohnen: Mein Vater überlässt uns grosszügigerweise sein Haus in Diegten und sucht sich zeitweise eine andere Bleibe, damit wir als fünfköpfige Familie genügend Raum haben. Das ist für uns eine grosse Erleichterung und wir sind ihm sehr dankbar dafür.
Arbeit: Gott sei Dank habe ich eine passende Stelle gefunden. Und zwar als Oberarzt auf der Chirurgie am Kantonsspital Baden ab August. Ich freue mich darauf, wieder in einem Schweizer Spital Erfahrung zu sammeln und mein Wissen aufzufrischen. Zudem möchte ich den Schwerpunkttitel Viszeralchirurgie erlangen und habe mich dafür bei der Fachgesellschaft angemeldet.
Zeitfenster: Bedingung für die Anstellung am KSB war eine Mindestdauer von zwölf Monaten. Das war zunächst eine Hürde, denn wir dürfen nicht länger als 365 Tage ausser Landes sein, sonst verlieren wir unsere mühsam erkämpfte permanente Aufenthaltsbewilligung in Peru. Wir planen deshalb, bereits Anfang Juli 2027 zurückzureisen und die letzten Wochen meines Arbeitsvertrages mit Ferien zu überbrücken. So wird das Jahr zeitlich etwas enger als gedacht, denn eigentlich hätten wir gerne mehr Zeit für Familie, Freunde und Ferien gehabt.
Bücherladen: Claudia führt das Projekt „Pan de Vida" weiterhin von der Schweiz aus. Dank unserer Mitarbeitenden vor Ort und moderner Kommunikationsmittel sollte das gut möglich sein.
Schule: Am 10. August beginnt für die Jungs die Schule in Diegten: Samuel kommt in die vierte Klasse, Nathan in die erste und Daniel in den Kindergarten. Vor allem für die beiden Jüngeren wird es eine grosse Umstellung, denn sie sprechen kaum Schweizerdeutsch. Genau das war aber auch einer der Hauptgründe für unseren Aufenthalt: Wir wollen, dass unsere Kinder beide Welten kennen und sich später frei entscheiden können, wo sie leben möchten. |
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Bild: Das topmoderne Kantonsspital Baden wird meine berufliche Heimat für ein Jahr |
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Festival "Luz en los Andes"
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Vom 26. bis 30. April fand bereits zum vierten Mal das Diospi Suyana Jugendfestival statt, dieses Jahr unter dem Motto "Luz en los Andes" (Licht in den Anden), in Anlehnung an Jesu Worte „Ich bin das Licht der Welt" (Johannes 8:12). Mit 4'515 Eingeschriebenen aus allen 24 Bundesstaaten Perus und 21 Ländern war es wieder ein gewaltiges Ereignis, das man kaum in Worte fassen kann. Zehn Konzerte mit christlichen Bands, Predigten von eingeladenen Pastoren und über 40 Workshops vermittelten die klare Botschaft von Jesus Christus als dem Licht der Welt. |
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Bild: Konzert im Amphitheater, dieses Jahr um 1000 Plätze vergrössert und mit neuem Zeltdach. |
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Ich konnte an vier Tagen wieder den begehrten Workshop zum Thema "wahrer Reichtum" geben. Und Claudia hat neben ihrem Workshop für Frauen wie die letzten Jahre den Bücherstand direkt vor der Festivalbühne geführt. Es war für uns einer der Höhepunkte dieses Halbjahres und wir sind dankbar, in einem solchen Werk mitarbeiten zu dürfen, welches den Namen Jesus verkündet. |
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Bild: Claudia am Bücherstand "Pan de Vida". |
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Lizenz Traumatologie - endlich!
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Eine sehr erfreuliche Nachricht: Ich habe von der peruanischen Ärztekammer nach über einem Jahr endlich die offizielle Anerkennung meines Schwerpunkttitels für Traumatologie erhalten. Da man hier keine Schwerpunkte kennt, haben sie mir überraschenderweise gleich einen zweiten Facharzttitel für Orthopädie und Traumatologie gegeben. Vielen Dank an alle, die mitgebetet haben! Nun können wir bei Diospi wieder offiziell unfallchirurgische Eingriffe anbieten, ein wichtiger Schritt für das Hospital und die Patienten in der Region. |
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Bild: Auf der Website der peruanischen Ärztekammer erscheine ich jetzt mit zwei Facharzttiteln. |
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Anfang Jahr haben wir Claudias Familie in Kolumbien besucht und gleichzeitig schöne Familienferien in Villavicencio gemacht. Es war eine wertvolle Zeit für alle: Claudia konnte ihre Grosseltern, ihren Vater, sowie Tanten und Onkel sehen. Die Jungs konnten sich im Pool austoben und auch ich konnte mich erholen und neue Kraft tanken. |
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Bild: Bei Claudias Grossmutter und ihren Tanten in Bogota. |
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Kindergarten, erste Klasse und eine Zeltübernachtung
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Seit Anfang März geht Daniel nun in den Kindergarten, Nathan in die erste und Samuel in die vierte Klasse. Es ist schön zu sehen, wie sich die Jungs entwickeln. Zur Einschulung von Nathan habe ich, wie auch vor drei Jahren mit Samuel, eine lange Wanderung mit Übernachtung im Zelt unternommen. Die Nacht auf 4'700m.ü.M. war kalt und der Sauerstoff knapp, aber Nathan hat sich tapfer geschlagen und Papa war sehr stolz auf ihn. Solche Vater-Sohn-Erlebnisse sind Gold wert und bleiben hoffentlich ein Leben lang in Erinnerung. |
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Bild: Verschneite Zeltübernachtung mit Nathan auf 4'700m. |
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Zukunft der Chirurgie bei Diospi Suyana
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Eine Sorge möchten wir noch mit euch teilen: der dreijährige Einsatz meines Kollegen Hilbert endet im Dezember und danach steht das Hospital bis zu unserer Rückkehr im Juli 2027 ein gutes halbes Jahr ohne festen Chirurgen da. Wir beten, dass Gott in dieser Zeit aushelfende Chirurgen sendet, denn der Bedarf in der Region ist weiterhin gross. Bitte betet mit uns auch um einen weiteren Chirurgen oder Traumatologen langfristig, da sonst die Arbeitsbelastung in Zukunft für mich allein nur schwer zu stemmen wäre. |
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Bild: Bei der Visite mit Hilbert und unserer Assistenzärztin. |
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Spenden während unserem Heimataufenthalt
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Während meiner Anstellung am Kantonsspital Baden haben wir ein reguläres Einkommen. Wer seine regelmässigen Spenden in dieser Zeit also pausieren möchte, darf das mit ruhigem Gewissen tun. Wir sind aber auch sehr dankbar, wenn ihr auch während diesem Jahr weiter spenden möchtet, denn Claudia bleibt in einem kleinen Pensum bei der SMG angestellt und führt den Bücherladen weiter. Alles, was in diesem Jahr eingeht, wird auf unserem SMG-Konto für unsere Rückkehr nach Peru bereitgehalten. Und falls ihr pausiert, würden wir uns natürlich sehr freuen, euch ab Juli 2027 wieder an unserer Seite zu wissen, wenn wir nach Peru zurückkehren. Eure treue Unterstützung über all die Jahre ist für uns ein unfassbarer Segen! Ohne euch wäre unser Dienst in Curahuasi schlicht nicht möglich gewesen! |
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Begegnungen und Vorträge in der Schweiz
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Wir möchten unsere Zeit in der Schweiz auch dazu nutzen, möglichst viele von euch persönlich zu treffen. Ob bei einem Kaffee, einem Spaziergang oder einem Abendessen, bitte meldet euch gerne, wir würden uns freuen!
Save the date: Am Samstag, 8. August planen wir ein Freundestreffen und ihr seid alle herzlich eingeladen! Ort und weitere Infos folgen.
Am Sonntag 2. August darf ich im ICF Basel predigen und weitere Vorträge sind in verschiedenen Gemeinden geplant. Die genauen Termine geben wir noch bekannt. Wer Interesse hat, dass wir auch in seiner Gemeinde, Hauskreis oder einer Schule einen Vortrag halten, darf sich gerne bei uns melden. |
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«Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! » (4. Mose 6,24–26)
Mit diesem alten Segen grüssen wir euch herzlich aus Peru. Wir danken euch von Herzen für eure Gebete und eure treue Unterstützung und freuen uns riesig euch bald in der Schweiz zu treffen!
Eure Familie Steffen
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Bild: Alle chic angezogen für Nathan's Abschlussfeier des Kindergartens. |
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Bild: Der Bücherladen brauchte nach dreieinhalb Jahren einen neuen Anstrich und neues Banner. |
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Bild: Diesem süssen kleinen Mädchen konnte mit einer einfachen Operation geholfen werden. |
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Bild: Grosse Hydatidenzysten (Hundebandwurm) in der Leber sind hier keine Seltenheit. Anfang Jahr habe ich innert zwei Monaten gleich fünf solche Fälle operiert. |
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Bild: Intraoperative Bauchwand-Expansion bei grosser Narbenhernie. |
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Bild: Grosszügige Spende von chirurgischen Verbrauchsmaterialien (Klammernahtgeräte, Clips, etc.) von der Firma Gerbershagen aus Süddeutschland. |
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Bild: Claudia hat für die Sonntagsschule kreative Ideen um den Kindern Gottes Wort zu vermitteln. |
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Bild: Claudia hat viele Begegnungen im Dorf bei denen sie über den Glauben redet. |
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Bild: Zubereitung von einigen Meerschweinchen (Cuy) zum Muttertag. Ob gebacken oder gebraten, die süssen Tierchen gelten hier als Delikatesse. |
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Bild: Ein Schafhirte mit seinen Tieren. |
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Bild: Sauwohl: diesem Schwein vor unserem Haus war die Pfütze eine wilkommene Abkühlung an einem warmen Tag. Das Geheimrezept heisst: auch mit wenig zufrieden sein. |
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Spenden: Konto: CH92 0900 0000 8004 2881 3 SMG, Industriestrasse 1, 8401 Winterthur Verwendungszweck: Lukas + Claudia Steffen
Spenden für Bücherladen: Verwendungszweck: Kostenstelle 137650 Projekt Bücherei Pan de Vida
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